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Tag 7: Busfahren

July 21st, 2010

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Heute standen 422 Kilometer auf dem Programm. Von Höfn (südosten) bis nach Myvatn (zentralnorden).
Am Anfang ging’s entlang der Küste wo man teilweise das Wasser vor lauter Schwänen nicht gesehen hat.
Danach ging’s dann über ‘nen 800 Meter hohen Pass (was direkt am Meer schon viel ist) in Richtung Inland. Neben diversen Verpflegungs- und Fotostopps (irgenwie könnte man da alle 100 Meter stehen bleiben weil man ‘nen immer noch schöneren Anblick entdeckt) gab’s kurz vor der Ankunft noch ‘nen Wasserfall (der nur über eine als “holprig” ausgewiesene 30 km lange Straße erreichbar war – und des soll was heissen wenn da extra drauf hingewiesen wird!).
Abends gab’s jetzt noch lecker Saibling und dann noch gemeinsames Sitzen in der Abendsonne auf dem Balkon einer der Hütten in denen wir hier untergebracht sind mit Blick auf das direkt angrenzende Lavafeld.

Dummerweise hat sich mein Handy heut’ Mittag spontan neu gestartet und seitdem läßt sich der GPS-Tracker nicht mehr zum Arbeiten bewegen. :-/

Morgen: Wandern und baden.

Tag 6: Gletscher

July 21st, 2010

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Gestern ging’s im Skaftafell Nationalpark mit ‘ner Gletscherwanderung auf Europas größten Gletscher los. Nachdem wir nur 2,5 Stunden Zeit hatten ging es zwar nicht so richtig weit in den Gletscher rein, aber er war trotzdem ein faszinierendes Erlebnis das Lust darauf macht sowas mal ausgiebiger anzugehen. Is muss aus sagen dass ich das Laufen mit den Steigeisen auf’m Eis irgendwie leichter/angenehmer find als das Waten im Sand(strand). ;)
Nachmittags waren wir dann mit ‘nem Amphibienbot auf der Jökulsarlon. Das ist eine Lagune mit Meerzugang (und somit salzwasserhaltig) in die ein Gletscher bricht weswegen da lauter Eisberge drin schwimmen. (Das Ganze kennt man aus “Die another Day” weil hier die Eisszenen gedreht wurden. Dafür wurde die Lagune extra eingefroren (indem man den Meerzugang gesperrt hat damit kein Salzwasser mehr nachkommt).
Nach der Bootsfahrt war ich dann noch gemütlich am Strand gesessen (500 Meter weg) und hab’ den Eisbergen/-brocken beim (durch den Temperaturunterschied dampfend) in’s Meer schwimmen zugekuckt. Hätte da den halben Tag sitzen bleiben können. (Nebenbei hab’ ich mich noch von ‘ner Raubmöwe ärgern lassen weil die jedesmal wenn ich sie im richtigen Ausschnitt hatte 5 Meter weiter gehüpft is ;) . Laut ‘nem Mitreisenden der da auf der anderen Seite der Mündung war hatte ich auch ‘n paar Robben direkt vor der Nase die ich aber leider ned gesehen hab’.
Abends stand dann die Übernachtung in der Hafenstadt Höfn an wo der Hafenspaziergang (nach dem üblichen Essen in der Tanke) aber recht kurz ausfiel weil ‘n ziemlicher eisiger Wind aufkam (der heuter aber schon wieder weg is).

Heute steht dann erst mal Kilometer machen (nämlich 480 an der Zahl) auf’m Programm weil’s vom äußersten Südosten in den zentralen Norden (nach Myvatn =  Fliegenwacht) geht.
Entsprechend hatt’ ich grad’ Zeit im Bus zu tippen – und die Landschaft geniessen. Die hat nämlich nach wie vor nix von ihrem Reiz verloren. Was daran liegt dass die sich immer wieder innerhalb weniger km total verändert. Andererseits hält des dann aber auch wieder vom tippen ab. :)
Leider gestaltet sich das aus’m Bus fotografieren dann auch immer recht problematisch dank der Strassenbeschaffenheit hier. ;) Sind gerade auf der Ringstraße (Nr. 1) unterwegs die schon relativ gut is … in Deutschland is aber mancher Feldweg ebener. (Unser Busfahrt fährt ‘n Straßenmotorad und meinte er musste bei ‘ne Inselumrundung schon mal nach der halben Strecke den Reifensatz wechseln.)
Was ich auch ganz spassig finde is dass die Brücken (wohl aus Kostengründen) zu 99% einspurig sind. Aber neben den Schafen die sich gerne mal mitten auf der Straße niederlassen oder den Joggern die auch in der Regel (mitten!) auf der Hauptverkehrtsstraße unterwegs sind (frag’ mich wohin weil is ja kein Rundkurs) kommt’s auf ‘n Hindernis mehr oder weniger au ned drauf an.
Die Ortschaften hier sind auch … anders. Die großen haben meist irgendwas zwischen 200 und 1000 Einwohner aber ‘ne Infrastruktur als wären’s ‘n paar Tausend was daran liegt dass sie als Versorgungszentrum für die umliegenden (des können dann schon mal knapp 100 km sein) Bauernhöfe dienen.

Tag 5: Relaxen

July 18th, 2010

Nachdem heute ein relativ laxes Programm angekündigt war haber wir des (zu zweit) einfach mal erweitert und sind morgens um sechs vor dem Frühstück auf die Klippen neben der Ortschaft gestiegen.
Erster offizieller Programmpunkt war dann das Felsentor das man von diversen Bildern kennen dürfte weil da massenweise Papgeientaucher unterwegs sind. Danach waren dann noch zwei Besuche an den schwarzen Sandstränden hier an denen ‘ne wunderbar ruhige Athmosphäre herrscht auf dem Programm und natürlich die Weiterfahrt zur nächsten Übernachtung.
Da wir dann hier schon um 1630 angekommen sind wurden spontan auch gleich die hiesigen Klippen erklommen (was ich aber nach 9/10 der Strecke abgebrochen hab’ weil mein Fuß a bisserl gemuckt hat).

Unser Busfahrer tut mir mittlerweile übrigens fast schon leid weil der jeden Abend ca. 2 Stunden den Buss putzt (und des wohl muss).

So, und morgen geht’s zum/auf’n Gletscher. :)

p.S.: Die wollen hier in der Übernachtung (die sehr spassig aussieht) 300 Kronen für 30 Minuten Wifi … suckt.

Tag 4: Buddeln in Asche

July 18th, 2010

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So, heute ging’s in Richtung des ominösen Vulkans. Es stand eine ehemalige Lagune am Fuße eines Gletschers auf’m Programm. Mittlerweile ist da nur noch grau zu sehen (wo ehemals alles grün war) und auch der Gletscher is nicht mehr wirklich weiß. Trotzdem (oder gerade deswegen) ein unvergesslicher Anblick.
Leider hatten wir bei der Ankunft ‘nen Platten (und eingegraben hatte sich der Reifen auch noch). Als wir wieder zum Bus kamen (unser Fahrer wollte keine Hilfe) war der Reifen zwar gewechselt aber noch weiter eingegraben. Diverses Schaufeln hat auch nix gebracht aber der dritte vorbeikommende Jeep der’s versucht hat konnte uns dann doch rausziehen.
Ander Stelle muss ich auch mal die Isländer loben denen ich bisher begegnet bin. Da war noch keiner dabei der nich über die Maßen freundlich und hilfsbereit war.
Nachden wir dann (etwas verspätet) weiter fuhren ging’s noch in ‘nen Heimatmuseum.
Zum Abschluss (wie auch zum Tagesanfang) stand dann noch ‘n Wasserfall auf dem Programm.

Mittlerweile sind wir jetzt an der Küste (in Vik) wo’s dann nach’m Essen in der örtlichen Tankstelle noch ‘nen Spaziergang am schwarzen Sandstrand gab’.

Mehr (z.B. zu den Ortschaften hier) die nächsten Tage weil jetzt geht’s schlafen nachdem wir morgen vor’m Frühstück noch auf ‘ne Klippe hier steigen wollen.

p.S.: Das Bild issen “Platzhalter” weil ich heute vergessen hab’ mit’m Handy eins zu machen.

Tag 3: Wow!

July 17th, 2010

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Ich hoff’ ja insgeheim dass ich die Überschrift noch öfters die nächsten Tage benutzen kann, aber die Landschaft und Ausblicke heute waren einfach atemberaubend.

Wir sind heute zum Landmannalaugar gefahren (über Schotterpisten die einem schmerzlich eine bessere Federung im Kleinbus vermissen liessen). Das ist ein Wandergebiet inmitten mehrer erloschener Vulkane. Das “Basislager” (drei Häuser und zwei Busse die Essen&Trinken verkaufen) da is direkt an’s Ende eines alten Lavafeldes gebaut. Kuckt ‘n bisschen so aus als ob die eine Welle erstarrt is kurz bevor sie das Ganze überfluten konnte.
Von da aus ging’s dann quer durch das Lavafeld los und dann über einen Bergkamm wieder zurück. Oben wehte dann zwar ein sehr eisiger Wind (und die Sonne hat sich heut’ unter Tags auch vornehm zurück gehalten) aber die Ausblicke von da oben waren gigantisch. Einmal wegen der unmittelbaren Umgebung (nennt sich “bunte Berge” da und des ned ohne Grund) und zum anderen wegen dem guten Weitblick bei dem man dann fast auf 360 Grad Gletscher oder Eisfelder gesehen hat.
Auf’m Rückweg gab’s dann noch ‘nen kurzen Fotostopp an ‘nem Kratersee und nochmal ‘nen Wasserfall (wird au ned der letzte Gewesen sein ;) .

Und morgen soll’s Asche kucken gehen (weil die Lagune die eigentlich auf’m Programm steht eben wegen dieser nicht mehr existiert). ;)